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Neugierig auf meinen Tag mit „Marie“?

Seit Monaten schon sage ich „ich will ins Fernsehen“! 🙂 Ich habe mich sehr gefreut, als kurz vor Weihnachten der WDR mit dem Anliegen anrief, einen kleinen Beitrag für die Servicezeit zu drehen. Danke an dieser Stelle an meine Ordnungs-Kollegin Unmani aus Köln, die mich an den WDR weiter gereicht hat.

Beide Bücher 2Die Redakteurin erzählte mir etwas zum Thema des Beitrags: Prüfung der radikalen Aufräummethode „Magic Cleaning“ der Japanerin Marie Kondo auf Alltagstauglichkeit. Die Bücher kannte ich schon länger, gelesen hatte ich sie bisher nicht. Irgendwie erschien mir die Methode sehr suspekt. Die Redakteurin schickte mir die beiden Bücher und ich beschäftigte mich über die Feiertage damit.

Am 4. Januar 2016 war es auch schon so weit und ich machte mich auf den Weg zur Protagonistin nach Bad Neuenahr. Bad Neuenahr miniEs erwartete mich eine gut gelaunte Bettina in einer unaufgeräumten und viel zu vollen Wohnung und mit ihr das 3-köpfige Fernsehteam um Redakteurin Juliane.

Eigentlich ist die „KonMari-Methode“ ganz einfach. Zumindest, wenn man als Ziel einen minimalistischen Lebensstil anpeilt. Und wenn man viel Zeit hat.

Es wird nicht nach Zimmern, sondern nach Kategorien aufgeräumt: Kleidung – BĂĽcher – Papierkram – Kleinkram – ErinnerungsstĂĽcke. In genau dieser Reihenfolge.

Die wichtigsten Grundlagen auf einen Blick:

1. Aufräumen und Ausmisten zu einem Fest machen
2. In einem Rutsch, in kurzer Zeit und perfekt aufräumen
3. Richtige Reihenfolge der Kategorien einhalten
4. Alle Dinge der gleichen (Unter-)Kategorie ausräumen und auf einen Haufen werfen
5. Jeden einzelnen Gegenstand nach dem GlĂĽckskriterium prĂĽfen
6. Jedes Teil bekommt seinen Platz und einen endgĂĽltigen Aufbewahrungsort
7. Ein einziges Mal aufräumen – fertig! Dann ist fĂĽr alle Zeiten Ruhe!

Aber das hat doch mal 200 Mark gekostet …

Jede einzelne Kategorie wird noch einmal in Unterkategorien unterteilt. Bei Kleidung sind das z. B. Oberteile – Unterteile – Aufzuhängende Sachen – Strumpfwaren – Unterwäsche, Kleinteile – Bekleidung fĂĽr bestimmte Aktivitäten – Taschen, Portemonnaies – Schuhe.
Begonnen haben wir damit, alle Kleidung aus dem Schrank im Schlafzimmer sowie von einer mobilen Kleiderstange auf einen Haufen zu werfen. Danach nahm Bettina jedes einzelne Stück in die Hand und prüfte es nach „Macht es mich glücklich?“ Natürlich fielen bald die Worte „Aber das war doch mal teuer“ oder „Der Pulli hat damals 200 Mark gekostet“. Genau das ist es. Das war damals. Im letzten Jahrtausend! Ich habe sie bei einigen Kleidungsstücken gebeten, die Sachen anzuziehen. Interessant, was dann passierte, auch wenn sie an den Stücken hing weil sie Erinnerungen hervorriefen, anziehen wollte sie die Sachen im Alltag nicht mehr. Also konnten sie in den großen blauen Sack.

TshirtsBei uns kamen 4 Säcke mit Kleidung zusammen, dabei hatten wir mit Hosen, Jacken oder Schuhen noch gar nicht angefangen … Der nächste Schritt war, die „glücklich machende“ Kleidung richtig im Schrank zu verstauen. Marie Kondo faltet viele Sachen und stellt sie aufrecht in leere (Schuh-)Kartons. Dies dient der Übersichtlichkeit und sorgt dafür, dass Kleidung nicht so schnell verknittert und länger hält. Bettinas Worte waren danach: „Es sieht wirklich schön aufgeräumt aus und man fühlt sich erleichtert.“ Erstes Ziel erreicht, würde ich sagen 🙂

Statt Kartoffeln lieber Sushi-Röllchen …

Dann wurden noch die Socken und Strumpfhosen gefaltet und gerollt, sodass sie am Ende wie „Sushi-Röllchen“ aussehen. Aufrecht in den Karton stellen und ab damit in die Schublade. Warum Socken gerollt werden? Damit sie nicht aussehen wie Kartoffeln! Sie werden im wahrsten Sinne des Wortes laufend gebraucht und mĂĽssen viel ertragen, deswegen sollen sie sich ausruhen und haben Pause, wenn sie nicht getragen werden. Sagt Marie …

Feng ShuiAls nächstes widmeten wir uns der Kategorie „Bücher“, die standen vorher zweireihig in drei Regalen. Also, alle raus und bei jedem einzelnen fragen, ob es glücklich macht. Auch hier waren einige Schätzchen dabei. Am meisten amüsierte uns „Scheiß auf Feng Shui!“ Noch aus DM Zeiten und Bettina hatte doch nie hinein geschaut … 🙂 Die Hälfte der Bücher musste weichen, auch dieser Schrank zeigte sich nun in schönster Übersichtlichkeit. Fazit von Bettina „Sieht schön aufgeräumt aus. Vorher konnte ich gar nicht sehen, was ich hatte, das belastet. Die ganzen Bücher: weg! Es ist befreiend und das ging viel einfacher, als ich gedacht habe.“

Papierkram, Kleinkram, ErinnerungsstĂĽcke

Danach war ein Stapel Papierkram dran: Werbung, leere Briefumschläge, erledigte Sachen, das durfte alles gleich in den großen blauen Sack. Den Rest sortierten wir in drei Ordner. Hier muss Bettina dann in Ruhe noch einmal nachbessern. Wenn es nach Marie Kondo geht, kommt allerdings fast alles in den Schredder.

VideokassettenZu der Kategorie „Kleinkram“ gehörte unter anderem eine Schublade mit Videokassetten. Vor vier Monaten wurden sie beim Umzug noch mitgeschleppt, nun durften sie weg, weil Bettina seit Jahren schon keinen Videorekorder mehr besitzt …

Die Kategorie „Erinnerungsstücke“ ist als letzte dran, weil sie die emotionalste ist. Da man bei den anderen Kategorien schon geübt hat sich von Dingen zu trennen, fällt es einem nicht mehr ganz so schwer. Ein heiliger Ort, die Stücke aufzubewahren, ist lt. Marie Kondo erlaubt. Das kann ein Regal sein oder ein Schrankfach hinter verschlossener Tür. Bei Bettina waren es zwei heilige Orte und das finde ich völlig in Ordnung!

Anfangen ist der SchlĂĽssel zum Ordnungs-GlĂĽck

Natürlich haben wir an unserem 9-stündigen Drehtag nicht alle Kategorien geschafft. Aber Bettina hat eine ganz wichtige Erkenntnis gewonnen: Wenn man erst einmal anfängt und die ersten Erfolgserlebnisse hat, macht es sogar Spaß und merkt sofort, dass man sich leichter und befreiter fühlt.

Den Beitrag der WDR Servicezeit kannst Du Dir hier ansehen:
https://www.youtube.com/watch?v=8IHhFdirNWM

Ich fand meinen ersten Fernsehtag, an dem ich 14 Stunden unterwegs war, wirklich toll, erlebnisreich, interessant, aufregend … aber auch anstrengend. Bettina hat richtig toll mitgemacht , ist an ihre Grenzen gegangen und über ihren Schatten gesprungen. Das Team um Juliane war klasse und hat es uns wirklich leicht gemacht. Ich habe einige Erkenntnisse gewonnen und wieder mal gemerkt, dass manches eben auch einfach nicht geht, weil jeder Mensch anders und individuell ist und seine eigene Geschichte hat. Aber eins weiß ich ganz sicher: Ich würde es wieder tun! 🙂

Ihr möchtet mehr über die Bücher und weitere Details zu der Methode erfahren? Die Fortsetzung folgt in ein paar Tagen in meinem nächsten Artikel … dann erzähle ich Euch noch mehr über das wieso, weshalb, warum und die Geschichte dahinter. Und natürlich lasse ich Euch auch wissen, wie es Bettina drei Wochen später geht 🙂

Herzliche GrĂĽĂźe,
Ursula Kittner
Die Ordnungs-Expertin

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