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Ordnung innen = Ordnung außen? Und umgekehrt?

Liebe Ordnungsliebende,

heute ist mein Geburtstag, es regnet aus Eimern, ein hübsches kleines Gewitter dabei. Vorhin plauderte ich mit einer Gratulantin und wir sprachen über das Leben und die Liebe, Ansprüche die im Laufe des Lebens erwachsen und Werte die man von Zuhause mitbekommt.

Der kleine PrinzFrüher war ich auch der Meinung, ich könnte vergangenes mit Materiellem festhalten, aber inzwischen weiß ich: alle Erinnerungen sind in meinem Herzen festgehalten. Es gibt nichts, was die Erlebnisse, so wie sie in meinen Gedanken sind, beeinflussen könnte! Materielles wird zunehmend unwichtiger und die Frage nach „Was wünschst Du Dir denn?“ fällt mir zunehmend schwerer zu beantworten, wir haben doch heutzutage schon alles. Ich selbst verschenke gerne Zeit, Zeit mit schönen Erlebnissen zusammen zu verbringen, ist für mich das Größte. Wie passend: am Wochenende hat mein neunzehneinhalb Jahre alter Fernseher den Geist aufgegeben. An Ort und Stelle steht jetzt ein altes Schätzchen, was im Keller sein Dasein fristete, das Bild ist so groß wie ein DIN A 4 Blatt. Der muss jetzt erstmal reichen, mal sehen, ob irgendwann einmal der Wunsch nach einem größeren Exemplar erwacht 😉

Was ich mir wirklich wünsche …

Darüber hinaus wünsche ich mir Gesundheit, Glück und Sonnenschein, Zufriedenheit, tolle Erlebnisse und meine Familie und Freunde um mich herum. Alles Dinge, die man mit Geld nicht kaufen kann.   

Fragen über Fragen …

Und trotzdem: viele Dingen sammeln wir, sie stehen im Regal, ohne dass wir uns ab und an fragen: 
Ist das Teil noch wichtig für mich?
Macht es mich glücklich und zufrieden, dass ich es besitze?
Oder ist es nur ein Staubfänger?
Hab ich es nur, weil es doch mal so teuer war?
Oder weil irgendwer aus der Familie zu mir sagte „Das kannst Du doch nicht wegwerfen“?
Spätestens dann, wenn die Glasvitrine mit Nippes überläuft und die Bücher nebenan gestapelt werden müssen, sollten wir uns die Frage stellen, ob wir das alles noch brauchen. Wenn der Kleiderschrank aus allen Nähten platzt oder wir keinen Platz haben, um unser Leben so zu gestalten, wie wir es uns doch in unseren Träumen ausmalen, ist es Zeit dafür.

Geliebte oder ungeliebte Geschenke?

Wir bekommen viel geschenkt in unserem Leben, sei es zum Geburtstag oder einfach so von irgendwem, der gerade etwas abgeben möchte. Manchmal nimmt man es dann an, weil es zu schade zum wegwerfen ist. Ist das unser Problem? Oder lassen wir einfach nur zu, dass derjenige es zu unserem Problem macht? Ein klares NEIN wäre da manchmal angebracht. Wenn etwas aus der Familie kommt, ist es noch schwerer, sich davon zu trennen, das Kaffeeservice der Oma oder die Sammlung gebundener Bücher der Tante. Die kann man doch nicht wegwerfen. Nein? Warum nicht?
Natürlich möchten wir diese Sachen im ersten Moment behalten. Ich denke, das ist ein ganz normaler Impuls. Aber wenn die Sachen auch nach Jahren noch ungenutzt und ohne Wertschätzung herumstehen, darf man sich die oben genannten Fragen schon stellen.

Je älter ich werde umso mehr stelle ich fest, dass manche Dinge nur für eine gewisse Zeit eine Rolle spielen. Umso wichtiger ab und zu nachzujustieren und die Dinge aus einem neuen Blickwinkel zu sehen. Irgendwann einmal bekam der Ex-Freund, nachdem er zum Ex wurde eine Kiste, darin Erinnerungsstücke, Briefe, Fotos, das Ticket vom ersten gemeinsamen Kinobesuch, die Parfumflasche, die er dagelassen hat oder die CD. Doch irgendwann ist es dann einfach Zeit, sich von diesen Dingen zu trennen. Nicht umsonst heißt es: „Wer loslässt, hat beide Hände frei.“ 

Die Sache mit dem/der Ex …

Eine gute Freundin lernte vor einigen Jahren einen Mann kennen, die beiden verliebten sich, sie trafen sich im Zuhause des jeweils anderen. „Der Mann“ wohnte im eigenen Haus, hatte drei noch kleinere Kinder, seine Frau hatte sich 2 Jahre zuvor Frau entschieden, sich zu trennen, zog aus und nahm nur wenige Sachen mit. Einige Monate später berichtete meine Freundin, dass es mit „dem Mann“ doch ganz schon kompliziert sei. In seinem Haus hingen noch einige Fotos von seiner Frau und im Badezimmer standen noch Sachen einschließlich Parfumfläschchen so, als würde sie am Abend wiederkommen. Ich stellte mir da die Frage, wie meine Freundin sich überhaupt so lange darauf eingelassen hat ohne zu sagen: „Sachen der Ex weg oder ich weg“.

Ordnung im Gefühlsleben

Da stellt sich die Frage, wann es Zeit ist, Ordnung zu machen im Gefühlsleben. Nur dann kann sich das Herz für Neues öffnen. Einerseits wollte „der Mann“ ja, sonst hätte er sich nicht auf eine neue Beziehung eingelassen, die äußeren und sichtbaren Dinge sprachen jedoch dagegen. Da ist manchmal ein klarer Schnitt besser, wer es lieber langsamer mag, räumt alles zusammen und verstaut die Kiste irgendwo im Keller. Aus den Augen aber trotzdem noch da, das könnte manches erleichtern. Sich jeden Tag wieder durch Sichtbares an vergangenes zu erinnern, erschwert das Loslassen ungemein … und irgendwann kommt dann der Tag, da ist das Aufbewahrte nicht mehr wichtig und kann weg.

„Wer loslässt hat beide Hände frei!“

Und wer beide Hände frei hat, ist auch im Inneren frei. Neues in sein Leben zu holen, eine neue Beziehung zu beginnen, sich zu entfalten, auf die Erfüllung der Träume hinzuarbeiten. Wichtig dabei ist, sich selbst treu zu bleiben und sich zu fragen, „Was will ich wirklich?“ Diesem auf die Spur zu kommen ist eine wirkliche und wichtige Aufgabe. Und dann kann etwas Neues beginnen, sei es sich um einen neuen Arbeitsplatz zu bemühen, weil der alte einem die Energie raubt oder wieder dem Hobby nachzugehen, was wir doch mal so geliebt haben.

Mit den herzlichsten Geburtstagsgrüßen, ich decke jetzt mal den Kaffeetisch und
freue mich, den Rest des Tages mit lieben und geliebten Menschen zu verbringen 😍
Ursula Kittner
Die Ordnungs-Expertin

 

2 Kommentare

  • Liebe Ursula, erst einmal nachträglich herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass das innere Aufräumen das äußere Aufräumen bedingt und umgekehrt.

    Wenn mein Kopf voller Ideen ist und ich nicht weiß, womit ich beginnen soll, spiegelt sich das in dem Chaos auf meinem Schreibtisch wider. Dann räum ich erst einmal meinen Schreibtisch auf und so lichtet sich auch das Chaos in meinem Kopf.

    Lieben Gruß
    Birgit
  • Liebe Birgit,
    vielen Dank! :-)
    Oh ja, das kreative Chaos kenne ich auch nur zu gut, da hilft tatsächlich nur aufräumen ;-)
    Herzliche Grüße,
    Ursula

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