Liebe Ordnungsliebende,

seit ich vor einigen Wochen über die Blogparade “Dein Weg in ein erfülltes Leben” von Ulrike Bossmann gestolpert bin, schwirrten mir immer mal wieder ein paar Gedanken dazu im Kopf herum. Ich habe die Gedanken darüber mit in meinen Alltag genommen und mich immer wieder davon inspirieren lassen. Und nun möchte ich dazu ein paar Worte zu Papier bringen.

Ich will … aber …

In Begegnungen mit Menschen nehme ich oft war, dass sie mehr wollen … nicht zufrieden sind … Wünsche haben. Doch irgendetwas hindert sie, lenkt sie ab. Die Menschen wollen, aber sie irgendwie können sie nicht. Warum sind so viele Menschen nicht glücklich? Wo ist das Glück hin?

“Ich würde so gerne nähen … aber meine Nähmaschine hat keinen Platz und an den Schrank mit den Stoffen und den Karton mit Schnittmustern komme ich nicht ran, da steht so viel Zeug vor.”

“Ich hätte so gerne einen anderen Job, aber in meinem Alter finde ich ja sowieso nichts mehr.”

“Ich möchte so gerne basteln, aber es herrscht so ein Durcheinander, dass ich nie das ganze Zubehör finde. Und dann wird es nicht perfekt, deswegen fange ich gar nicht erst an.”

“Ich hätte so gerne Zeit für mich, aber ich muss mich um Andere kümmern, sonst habe ich bald gar keine Freunde mehr.”

Wo kommt das ganze Zeug bloß her? Wer sagt, dass Du zu alt bist? Dass Du Dich um Andere kümmern musst? Dass Du das ganze Zeug in Deiner Wohnung behalten musst?

Immer diese blöden Glaubenssätze!

Ich kann das G-Wort schon fast nicht mehr hören und doch benutze ich es oft. Sie sind einfach da. In unserem Leben, mitgegeben vom Beginn unseres Lebens, weil auch unsere Eltern sie mit auf Lebensweg bekommen haben. Ich kann das nicht alleine. Ich darf das nicht. Kümmere Dich um Andere. Sitz gerade. Sprich nicht beim Essen. Das kannst Du doch nicht wegwerfen. Das macht man so. Such Dir einen ordendlichen Job.

Mein Weg zum Glück

Als ich vor 3 Jahren beschlossen habe, mich selbstständig zu machen, war ich umgeben von Skeptikern. Ich war 45 und dachte, “jetzt oder nie”. Ich hatte mal im öffentlichen Dienst gelernt und als ich nach 12 Jahren vor Langeweile und Unerfülltsein gar nicht anders konnte als in die freie Wirtschaft zu gehen, bekam ich viele unerbetene Kommentare mit auf den Weg. Wie kannst Du das nur machen? Du hast doch so einen sicheren Job. Aber Du bist doch jetzt in der Zusatzversorgungskasse, reicht denn dann später mal die Rente? So schlimm ist das doch da gar nicht. Du gibst so einfach die Sicherheit auf?

Der Schlüssel zum Glück bist Du selbst. Alles was Du brauchst, ist schon in Dir.

Das ist ja alles ganz schön, aber wie komme ich dahin?

Finde heraus, was Dich glücklich macht. Und dann sei glücklich. So einfach ist das und doch so schwierig. Denn nur, wenn Du selbst glücklich bist, strahlst Du es mit jeder Faser Deines Körpers aus und steckst andere Menschen damit an.

JA, aber wo steht denn hier geschrieben, wie das geht? Außerdem hab ich keine Zeit für so einen Firlefanz.

Nimm Dir Zeit für Dich! Ich weiß, auch das ist nicht leicht in der heutigen Zeit, wo so viele Menschen nur noch gestresst sind, im Job immer mehr verlangt wird und immer weniger Mitarbeiter mit immer mehr Arbeit zugeschüttet werden. Probiere es einfach aus. Und wenn es nur für eine Minute ist! Nimm Dir jede Stunde eine Minute Zeit für Dich. Schließe Dich irgendwo im Klo ein und sei nur für Dich. Lehne Dich an die Wand, schließe Deine Augen und sei für Dich. Versuche an nichts zu denken.  Und übe, übe, übe … und schreibe mir, wenn Du das einen Monat lang gemacht hast, was es mit Dir macht. Und wenn es keine Wirkung hat, dann schreib mir auch. Ich bin mir sicher, da gibt es die eine oder andere Stellschraube zu drehen … Sei Dir wichtig!

Herzliche Grüße,
Ursula Kittner
Die-Ordnungs-Expertin