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Fastenzeit – was bedeutet das für Dich?

Die einen sagen, sie geht von Mittwoch 6. März bis Donnerstag 18. April, die anderen bis zur Osternacht, dann hört man wieder was von 40 oder auch 45 Tagen oder auch 7 Wochen = 7 Wochen ohne. Wer rechnet, wird festestellen, da stimmt was nicht. Die sechs Sonntage vor Ostern sind nämlich vom Fasten ausgenommen. Die Sonntage sind sowas wie ein Cheat Day. 😉

Aber wie lang auch immer die Zeit nun heißt, sie bedeutet im kirchlichen Sinne: Einkehr, Umkehr, Besinnung. Eine Zeitlang auf Gewohntes zu verzichten ist mehr als eine alte Tradition.

Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn
(Matthäus 4, Vers 2)

So steht es in der Bibel geschrieben. Damit erinnern christliche Fastentraditionen an die vierzig Tage und Nächte, die Jesus nach seiner Taufe in der Wüste verbrachte und fastete. Im Alten Testament begegnen Menschen mit Fasten den Übergängen zwischen unterschiedlichen Phasen und Sphären.

So ist er heute vielfach sicherlich nicht mehr. Heute knüpft kaum mehr jemand sein Seelenheil an den Verzicht auf Fleisch oder andere Genüsse in der Fastenzeit. Nach protestantischem Verständnis darf, wer in der Fastenzeit auf etwas verzichtet, selbst entscheiden, was ihm gut tut.

Es ist vielmehr der Versuch, einfach mal etwas anders zu machen und zu schauen, was passiert. Es darf ruhig schwer fallen und einen echten Verzicht darstellen. Für Dinge, die wir sonst als so selbstverständlich hinnehmen. Sie einfach bewusster wahrzunehmen.

Für viele Menschen kann das tolle Erkenntnisse und Entdeckungen mit sich bringen, ausprobieren und vielleicht erkennen, dass etwas besser ist, Dir besser bekommt, Zeit anders zu verbringen als sonst, etwas nicht zu tun, womit wir sonst viel Zeit verbringen, das kann ungeahnte Kräfte freisetzen.

Fastenzeit – 7 Wochen ohne oder 7 Wochen mit?

Ich habe mich für letzteres entschieden. Auch wenn das in der Konsequenz weniger bedeutet, möchte ich den Fokus auf das Mehr legen. Denn, wie ich immer so schön sage: Energie folgt der Aufmerksamkeit! Ich möchte meinen Fokus auf das Positive und nicht auf das Negative legen, dem gar nicht so viel Beachtung schenken.

Aber mal ehrlich, Kirche hin oder her: Es gibt einige schöne Dinge, auf die man mal bewusst verzichten könnte – einfach, um sie wieder wertzuschätzen oder im Austausch gegen mehr Zeit für das Wesentliche.

Hier ein paar Ideen für Dich:

  • Verzichte auf Zucker, Weißmehl- oder Fertigprodukte
  • Verzichte auf Süßigkeiten
  • Lebe 40 Tage lang vegetarisch oder vegan
  • Versuche 40 Tage lang, bei jedem Einkauf statt eines “normalen Produktes” ein Bio- und Fairtrade-Produkt zu kaufen
  • Trinke Wasser und Tee statt Saft, Limonade und Co.
  • Verzichte auf Coffee to go im Pappbecher oder kauf Dir endlich einen Thermobecher
  • Kaufe nichts Neues, was Du nicht zwingend zum Überleben brauchst
  • Tue jeden Tag eine gute Tat oder zaubere jemandem ein Lächeln ins Gesicht
  • Bringe mehr Achtsamkeit in Deinen Alltag, bemerke die kleinen Dinge, schaue rechts und links
  • Tägliche Meditation (App One-Moment-Meditation = 1 Minute innehalten)
  • Nimm die Treppe statt den Aufzug
  • Vielleicht gibt es die eine Sportübung, die Du 40 Tage machst, Kniebeugen oder Liegestütze
  • Verzichte in der Fastenzeit doch mal auf das Auto und nimm das Rad
  • Lies ein Buch oder höre ein Hörbuch statt Dich vom Fernseher berieseln zu lassen.
  • Rufe jemanden an, statt Sprachnachricht zu hinterlassen.
  • Mach Dein Smartphone einfach mal aus
  • Stehe tagsüber öfter mal vom Schreibtisch auf, statt den ganzen Tag nur zu sitzen

Meine Tipps zum Dranbleiben:

Schreibe Dir entweder morgens oder abends auf, worauf Du verzichtet hast, wie schwer es Dir gefallen ist, oder schreibe Dir auf, was Du für Dich getan hast, wovon Du mehr hattest an diesem Tag.

Vielleicht findest Du auch jemanden, mit dem Du Dich zusammen tun kannst.

Meine aktuellen Angebote findest Du hier:

Am Sonntag, den 24.03.2019 und am Samstag, 27.04.2019 finden meine nächsten Klarschiff-Aktionstage statt, wo wir in kleiner Gruppe gemeinsam motiviert loslegen. Und zwar nicht im Business, sondern ganz privat – Ausmisten, Loslassen und Platz schaffen.

HIer findest Du einen schönen Text, wofür das Fasten eigentlich gut sein soll:
https://7wochenohne.evangelisch.de/warum-fasten-wir-eigentlich


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