Ob ich ins Fernsehen will? Na klar!

23. Oktober 2016

Liebe Ordnungsliebende,

ja, ich gestehe es ganz offen: Ich will (wieder) ins Fernsehen.
Wie ich darauf komme?
Ich bekam vor ein paar Wochen einen Anruf von einem Redakteur, der für den WDR eine Reportage rund um das Thema „Wohnen“ dreht. Dazu passen Ordnung und Unordnung natürlich ganz wunderbar. Er erzählte, er hätte ungefähr 50 Personen angerufen, doch die, die er erreichen konnte, lehnten (bis auf eine) alle ab mit der Begründung, dass das Ordnungsthema so sensibel wäre und sie sich dazu nicht äußern wollten.

Ordnung ist ein hochsensibles Thema!

Ja, das Thema ist sensibel. Sehr sogar. Umso eher finde ich, muss man darüber reden. Auch öffentlich. Der ersten Sätze, die ich in der Regel von einem Interessenten am Telefon zu hören bekomme, sind:
1. „Eigentlich bin ich ein ordentlicher Mensch.“ bzw. „Ich liebe Ordnung.“
2. „Mir ist meine Unordnung total peinlich.“
Und genau das ist der springende Punkt. Was peinlich ist, blockiert. In vielen Fällen können die Menschen nicht aktiv etwas dafür. Irgendetwas passiert im Leben und die persönliche Welt steht eine Zeit lang still. Irgendwann kommt die Zeit, wo man wieder „aufwacht“ und plötzlich ist alles so viel, dass man nicht mehr weiß, wo man anfangen soll.

Irgendwas ist immer …

Ich erlebe bei mindestens 70 % meiner Kunden, dass es einen ganz offensichtlichen Grund für die Unordnung oder das Chaos im Leben gibt. Das kann z. B. sein

  • ein Todesfall in der Familie
  • Pflege eines nahen Angehörigen
  • Umzug, plötzlich hat man weniger Platz
  • zwei Haushalte, die zu einem werden
  • Geburt eines Kindes, bzw. ein neues Geschwisterkind
  • Wechsel des Arbeitsplatzes (plötzlich braucht man viel mehr Fahrtzeit)
  • Jobverlust
  • …..

Ja, ich will ins Fernsehen!

Ganz im Ernst. Ich möchte, dass es den Menschen da draußen nicht mehr peinlich ist, dass es so ist, wie es ist. Sie sollen sehen, dass es viel mehr Menschen mit dem gleichen Problem gibt, als sie bisher glauben. Und ich möchte, dass sie verstehen, dass Unordnung nichts Schlimmes ist. Es ist nur schlimm und wird immer schlimmer, wenn man eben nichts dagegen unternimmt. Und wer es nicht alleine schafft, der darf sich gerne professionelle Hilfe holen. Dein Auto bringst Du doch auch zur Inspektion, oder? Und die Haare schneidest Du Dir vermutlich auch nicht selbst … warum glauben eigentlich alle, aufräumen und Ordnung halten ist so was einfaches? Was man doch alleine problemlos schaffen und aus dem Ärmel schütteln kann?

Lass den Profi ran

Es gibt Menschen, die sind Profis auf ihrem Gebiet. Der Frisör, die Köchin, der Installateur und der Fliesenleger. Die Architektin, die Schneiderin, der Busfahrer und die Ärztin. Alle machen das, was sie gelernt haben. Und was sie können. Und arbeiten auf dem Gebiet, wo sie Fachleute sind.

Der Redakteur sagte, ich solle mich unbedingt bei ihm melden, wenn ich einen neuen Kunden habe, der sich vorstellen kann, bei einem Beitrag im Fernsehen dabei zu sein und offen mit seinem Problem umzugehen. Hmmm …
Alle meine Fotos hier in meinem Blog sind echt. Echt bei Kunden von mir selbst gemacht. Ich bekomme gute Resonanz darauf, weil mir neue und auch alte Kunden sagen, dass sie sich in meinen Beiträgen wiederfinden. Neulich bekam ich die Rückmeldung „wir sind uns zwar noch nicht begegnet, aber wenn ich Ihre Blogs lese, dann habe ich das Gefühl, Sie kennen mich ziemlich gut.“

Absolutes Vertrauen muss sein!

Ich gehe sehr vorsichtig und diskret mit den Informationen meiner Kunden um, Fotos mache ich nur nach Rücksprache und veröffentliche sie nur mit ausdrücklicher Erlaubnis. Und ohne Wiedererkennungswert. Ich habe Einblick in das Intimste, was man sich im Leben vorstellen kann, sehe Versicherungen, Kontostände und schaue in die hintersten Ecken, von denen auch meine Kunden oft nicht wissen, welche Überraschungen sich dort verbergen. Das erfordert absolutes Vertrauen. Und genauso vertraulich gehe ich mit diesen Informationen um. Garantiert!

Also, lass nicht zu, dass etwas Dein Leben beherrscht, was Dich unglücklich macht. Nur weil irgendeine Stimme in Deinem Hinterkopf sagt, „das musst Du doch alleine hinkriegen“. Mach Dir Dein Leben wieder schön. Und wenn dazu Hilfe nötig ist, dann ist das eben so!

Herzliche Grüße,
Ursula Kittner
Die Ordnungs-Expertin


 

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4 Antworten zu “Ob ich ins Fernsehen will? Na klar!”

  1. Sonja sagt:

    Hallo Ursula,

    Du hast so recht. Ordnung zu halten, wird oft für eine angeborene Fähigkeit gehalten. Unsere Umwelt ist extrem Komplex und unsere Leben sind auf Konsum getrimmt. Wenn dann das Leben noch mit dir Schlitten fährt, ist der Überblick schnell verloren. Die Unterstützung eines Profis ist dann angesagt. Wenn ich krank bin, gehe ich ja auch zum Arzt.

    Liebe Grüße
    Sonja

  2. Joevlin sagt:

    Danke, ein wirklich guter Post, der zum Umdenken anregt.
    Herzliche Grüsse Joevlin

  3. Christine sagt:

    Ich halte mich für einen ordentlichen Menschen.
    Deinen Hinweis auf mein Bücherregal habe ich mir TROTZDEM zu Herzen genommen. Alle Romane, Krimis und überhaupt ALLE Bücher, die ich wahrscheinlich nie mehr lesen werde, sind WEG.
    Schätze es waren so 400. Sieht jetzt gut aus…könntest glatt gucken kommen ??

    • Ursula Kittner sagt:

      Wow, das ist ja toll! Glückwunsch! 🙂
      Und ich nehme an, es fühlt sich gut an?
      Das mit dem „gucken kommen“ werde ich mal im Hinterkopf behalten, wenn ich in der Nähe bin … 😉

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Die „Lokalzeit“ ruft … :-)

5. Juni 2017

Hallo Liebe Ordnungsliebende, yeah, ich durfte schon wieder ins Fernsehen! 🙂 Das ich sowas gerne mache um darauf aufmerksam zu machen, dass Probleme mit Unordnung gar nicht so selten sind, dürft ja viele schon mitbekommen haben. Umso mehr freute mich der Anruf der Redakteurin, die für die Lokalzeit im WDR einen Beitrag drehen wollte. Ihre Kollegin hatte meine Werbung auf dem Auto gesehen und gedacht, da müsse man doch mal was drüber machen. Aber gern! 🙂 Ab in den Keller Ich fragte eine Kundin, ob sie Lust hätte dabei zu sein und ich freute mich sehr, dass Elinor gleich zusagte. Sie ist vor ein paar Monaten mit ihrem Partner zusammen gezogen und hat noch einige Sachen im Keller ihrer alten […..]

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