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Was ist dran an „Magic Cleaning“?

Was ist dran an „Magic Cleaning“?

Liebe Ordnungsliebende,

das Buch „Magic Cleaning“ erklärt die radikale Aufräummethode der Japanerin Marie Kondo.

Magic Cleaning … mit magischer Wirkung

Seit 2013 das erste Buch „Magic Cleaning“ der Japanerin Marie Kondo erschienen ist, lief es mir immer mal wieder über den Weg. Es hat mich jedoch nie so gereizt, dass ich es gekauft hätte. Da fand ich einige andere Bücher sehr viel interessanter, die nun gelesen in meinem Regal stehen 😉 Erst als ich eingeladen wurde, für den WDR im Beitrag über die Alltagstauglichkeit der Methode mitzuwirken, habe ich das Buch gelesen und mich näher damit beschäftigt.

Vom Hobby zum Beruf mit 3.000.000 verkauften Büchern

In dem Buch geht es um die von Marie Kondo entwickelte KonMari-Methode. In den ersten Kapiteln erklärt sie ziemlich langatmig und überhaupt nicht geordnet und strukturiert, wie sie zur Entwicklung der Methode gekommen ist und plaudert aus dem Nähkästchen. Sie erzählt, dass das Aufräumen schon zur Schulzeit ihr Hobby wurde und wie sie die Methode Stück für Stück weiterentwickelt hat. Außerdem erfährt man, welche Auswirkungen die neue Ordnung hat und wie man Kategorie für Kategorie mit der richtigen Methode Ordnung schafft.

Willst Du endgültig und für immer aufräumen?
Dann beachte diese Grundregeln: 

  1. Stell Dir VORHER Dein ideales Leben HINTERHER vor. Was möchtest Du erreichen? Was ist Deine Motivation? Wie sieht Dein idealer Lebensstil aus? Die Frage nach dem Warum muss beantwortet sein, das ist die sichere mentale Basis.
  2. Wirf Dinge weg, die Du nicht mehr brauchst. Das Wegwerfen kommt immer zuerst!
  3. Du fragst Dich bei jedem Gegenstand: Macht es mich glücklich? Nur dann darf das Ding bei Dir bleiben.
  4. Als nächstes wird der Aufbewahrungsort bestimmt: alles braucht seinen festen Platz. Beachte dabei, dass ähnliche Dinge zusammen aufbewahrt werden.
  5. Er werden nicht Zimmer, sondern Dinge aufgeräumt! Die Reihenfolge ist diese: Kleidung – Bücher – Papiere – Kleinkram – Erinnerungsstücke. Suche alles aus einer Kategorie zusammen und wirf es auf einen Haufen.
  6. Wähle aus, was Du behalten möchtest und nicht, was Du loswerden möchtest. Umschalten der Denkweise
  7. Dem sortieren muss das vollständige Entrümpeln vorangehen.
  8. Wenn Du mit der KonMari-Methode aufräumst, musst Du nur einmal aufräumen! Mach ein richtig großes Fest draus, danach ist für alle Zeiten Ruhe. Mach es perfekt – in einem Rutsch – und in kurzer Zeit (max. 6 Monate).

Marie Kondo sagt, dass aufwendige Systeme unnötig sind und Schuhkartons und Plastikbehälter völlig ausreichen. Ich sage, wer aufräumt und aussortiert und nur noch das behält, was ihm wirklich wichtig ist, hat auch den Wunsch schöne Aufbewahrungssysteme zu haben. Oder möchtest Du Deine gerollten T-Shirts in alten Schuhkartons aufbewahren? Ich jedenfalls nicht! 😉

Vor ein paar Wochen war ich bei einer Kundin, mit der ich vor einem halben Jahr erstmalig Kontakt hatte. So lange hat es gedauert, bis sie sich dazu durchringen konnte, mich in ihre Wohnung zu lassen. Nach dem ersten Arbeitstermin haben wir zwei weitere Termine vereinbart, die sie beide nacheinander abgesagt hat. Als ich sie nach dem Grund fragte, hat sie mir geantwortet, dass sie noch nicht soweit ist. Manche Dinge brauchen einfach Zeit.

Ist die Methode für jeden geeignet?

Ich bin davon überzeugt, dass die KonMari-Methode sehr geeignet ist für die Menschen, die ohnehin nicht sooo viel besitzen oder für diejenigen, die vielleicht aus Zeitmangel bisher nicht aufgeräumt haben. Natürlich gibt es auch Menschen, die von 100 auf 10 zurückfahren können. Mich würde jedoch die Statistik interessieren, wie viele Menschen das Buch bis zu Ende gelesen und die radikale Aufräummethode nachhaltig umgesetzt haben. Doch wie viele haben es bestimmt nicht mal bis zu Hälfte gelesen! Die lange Reihe der kaum angetasteten Ordnungsratgeber bei meinen Kunden gibt mir damit vermutlich Recht … 😉

Nachdem ich jedoch mit einigen meiner Kunden über diese Methode gesprochen habe, habe ich schnell festgestellt, dass damit kein Blumentopf zu gewinnen ist. Gerade bei der älteren Generation bin ich auf Ablehnung gestoßen. Wer sich sein Hab und Gut im Laufe von Jahrzehnten mühsam erarbeitet hat, braucht lange um sich von Dingen zu lösen. Daran hängen oft Erinnerungen, da braucht es Zeit zu begreifen, dass Erinnerungen in Kopf und Herz sind und keinen materiellen Bezug benötigen.

Marie hat sicherlich Recht mit der Aussage, dass Besitztümer Pflege brauchen, man muss sich um die Sachen kümmern, auf sie achtgeben und sie vor allem benutzen. Das kostet Energie, Zeit und benötigt vor allem Platz.

Dinge einfach wegwerfen?

Die Methode besagt, dass man keine überzähligen Dinge an Freunde oder Familienmitglieder verschenken soll, weil sie damit im eigenen Dunstkreis bleiben.

Es mag typisch japanisch sein, Dinge wegzuwerfen. Typisch deutsch ist es sicherlich nicht! Mir fehlt total die Nachhaltigkeit und die nicht mehr benötigten Sachen einem anderen Zweck zuzuführen. Die Deutschen neigen doch eher dazu, die Sachen zu spenden und wir freuen uns darüber, wenn sich über unsere aussortierten Sachen noch jemand anderes freut.

Den Fernsehbeitrag dazu, bei dem ich mitgewirkt habe, kannst Du Dir hier ansehen:
https://www.youtube.com/watch?v=8IHhFdirNWM

Mein Onkel, der lange Jahre geschäftlich in Japan unterwegs war, hat mir einiges über die japanische Kultur erzählt. Japaner rollen morgens sogar ihre Bettdecken zusammen und verstauen sie im Schrank. Wir sehen, in Japan gehen die Uhren anders …

Mein erstes Fazit ist: radikal, überhaupt nicht nachhaltig, nicht für jeden geeignet.

Was ich weiter darüber denke und Einzelheiten zu den fünf Kategorien erzähle ich im nächsten Artikel 🙂

Herzliche Grüße,
Ursula Kittner
Die Ordnungs-Expertin

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