.
Ich hatte Dir ja versprochen, Dir die ersten, praktischen Schritte in Dein ordentliches Leben zu zeigen und Tipps dafür zu geben. Los gehts!

Trenne Dich von überflüssigen Dingen. Aber wie findest Du denn jetzt raus, was überflüssig ist?

  • Müll, Verpackungsmaterial und Altpapier
  • Defekte Dinge und veraltetes (Bügeleisen)
  • Abgenutzte Dinge
  • Halbfertiges, z. B. Bastelarbeiten
  • Und natürlich alles, was Dir persönlich zu viel ist (Kleidung, Bücher)
Und was ist wichtig?
  1. Wie findest Du genau das heraus?
  2. Bei Kleidung die Bügel umdrehen
  3. Kiste machen mit Datum drauf
  4. Dinge, die Du 1 Jahr nicht gebraucht hast (Deine Definition)

Es geht darum, nur die Dinge zu behalten, die wirklich genutzt werden und die Dir gefallen und gut tun/gefallen. Dinge, die Dir etwas bedeuten. So dass Du mit Deinen Lieblingsdingen glücklich leben kannst.

Stell Dir die folgenden Fragen:
  • Was würdest Du mit auf eine einsame Insel nehmen?
  • Was würdest Du als erstes aus Deinem brennenden Haus retten?

Wenn Du Dir wünschst, dass sich in Deinem Leben etwas verändern soll, zum positiven, dann solltest Du sofort damit beginnen auszumisten und ungeliebtes aus Deinem Haus zu schaffen. Arbeite an Deiner inneren Einstellung zur Ordnung.

Nur wenn Du Deine Einstellung änderst, wird sich auch an Deinen Gewohnheiten etwas verändern. Andersherum bedeutet das, Deine Gewohnheit des nicht Aufräumens, des nicht alles dorthin zurückräumen wo es herkommt, wird sich nicht verändern, wenn Du nicht Deine Einstellung dazu änderst!

Denn wenn Du Deine Einstellung änderst, kommt Bewegung in die Sache, und damit auch in Dein Leben. Du wirst die Veränderung nicht mehr missen wollen, das kann ich Dir mit ziemlicher Sicherheit versprechen!

Die häufigste Frage ist: “Wie soll ich denn bloß anfangen?”
Hier kommen meine besten Tipps!

Wenn Du denn mal frei hast, nimmst Du Dir vor am Samstag anzufangen. Zum Scheitern verurteilt. Das Ding ist viel zu groß zu mächtig und Du landest ganz schnell im Kreislauf von A nach B von B nach C und bei C bleibst Du hängen.

Wo Du anfängst, das möchte ich Dir überlassen, mach am besten zuerst eine Wohnungs- oder Hausbegehung. Geh entweder im Urzeigersinn durch die einzelnen Zimmer, oder beginne unten und arbeite Dich nach oben vor. Du kannst auch mit allen Dingen anfangen, die draußen rumstehen und Dir dann in das innere Deiner Schränke vornehmen. Das bleibt ganz Dir überlassen.

  1. Mach einen Termin mit Dir selbst! Schreib ihn Dir in Deinen Kalender
  2. Fang mit der kleinsten Einheit an, z. B. ein Regalbrett, eine Schublade, gut sind neutrale Dinge, z. B. die Küchenschublade
  3. Mach es für Dich!

Wenn Du die ersten kleinen Erfolgserlebnisse hast, mache weiter damit, dass Du Ablageflächen freiräumst. Als nächstes ist dann der Eingangsbereich dran. Gestalte ihn so, dass Du bei reinkommen immer einladend begrüßt wirst. Hängen dort noch Jacken aus dem letzten Winter? Und was ist mit den Schuhen, die Du die ganze Woche über angehabt hast? Hast Du eine schöne Fußmatte, riecht Dein Flur gut? Ist er hell und hat einen großen Spiegel? Geh mal zur Tür raus und komm als Gast wieder hinein, was siehst Du?

Ganz beliebt beim Ausmisten ist die 3-Kisten-Methode:
  1. Müll (trennen und sofort entsorgen)
  2. Recycling, Trödelmarkt, Altkleidersammlung, Sozialkaufhaus, lange nicht gebrauchtes, verkaufen
  3. Diese Erinnerungskiste ist reserviert für Deine persönlichen Dinge. Alte Briefe und Karten, Einladungen, Konzerttickets oder Mitbringsel aus dem Urlaub, Fotos oder Dinge aus der Kindheit (die ersten Schuhe)
Die 3 wichtigsten Fragen:
  1. Wann habe ich es zuletzt gebraucht?
  2. Brauche ich es in der Zukunft, erleichtert es mein Leben?
  3. Macht es mich glücklich?

Du kannst Dich gerne bei den Dingen bedanken, für die Hilfeleistung der letzten Jahre, weil es Dir genützt oder besonders viel Spaß bereitet hat.

Die 3 wichtigsten Grundregeln:
  1. Jedes Ding braucht seinen Platz
  2. Dinge die zusammengehörten, zusammen aufbewahren
  3. Behalte nur, was Dich glücklich macht
Hilfe holen?

Aber bitte nur von einer neutralen Person. Nahe Angehörige sind oft “zu nah dran”. Da hagelt es dann “das kannst Du doch nicht wegwerfen” und Vorwürfe a là “warum hast Du das nicht schon längst weggeworfen”. Tu Dir das nicht an, das blockiert Dich bloß. Und wenn Du es doch probieren möchtest, dann gib vorher klare Anweisungen und bitte die helfende Hand, sich mit persönlichen Kommentaren zurück zu halten.

Ich möchte noch mal betonen, dass es mir gar nicht darum geht, dass alles clean ist. Es geht darum, dass Ordnung schaffen zwar durchaus anstrengend ist, aber Ordnung halten gar nicht so sehr. Auf Dauer kostet es sogar weniger Energie, als die andauernde und total nervende Unordnung!

Welche Tipps kannst Du für Dich mitnehmen? Was probierst Du aus?

In der nächsten Episode stelle ich Dir verschiedene Möglichkeiten vor, wo Du Deine Sachen weitergeben kannst, wenn sie noch viel zu schade sind für die Mülltonne. Das ist nämlich etwas, was mir auch persönlich sehr wichtig ist. Außerdem, fällt es oft leichter sich zu trennen, wenn man weiß, dass an den ausrangierten Sachen noch jemand anderes Spaß hat.

Und wenn Dir gefällt, was Du hörst, dann abonnier doch meinen Podcast. Und wenn Du mir dann noch eine Bewertung bei iTunes hinterlässt, freue ich mich riesig!

iTunes
Stitcher

 

 

100 Sekunden Physik

Die Zunahme von Unordnung, auch Entropie genannt, ist ein fundamentaler Prozess unseres Universums – die Tendenz zu immer größerer Unordnung in der unbelebten Welt.