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Wann wenn nicht jetzt?

Warum Dinge für später aufzuheben der größte Unsinn ist.

Ich gebe Dir gleich die erste Aufgabe mit auf den Weg … Bei welchen Dingen denkst Du “das mach ich später” im Sinne von Dinge sammeln, aufbewahren um sie irgendwann später zu tun?

Und dabei meine ich jetzt nicht das ausrangierte Bügeleisen, was vielleicht doch noch mal zum Einsatz kommt, falls das Neue in 7 – 12 Jahren das Zeitliche segnet und auch nicht die 2 Tüten voller Putzlappen, die ich bei einer Kundin in der Küche fand, mit dem Argument, dass sie „Angst hat, dass sie sich sie später nicht mehr leisten kann“ …

Ich meine Dinge, die Du aus vergangener Zeit aufhebst, weil Du sie irgendwann später noch mal machen willst.
Ganz ehrlich, wenn Du sie jetzt nicht machen willst, warum solltest Du es später wollen? Vielleicht sagst Du jetzt, dass Du keine Zeit hast … dann sage ich, dass es dann wohl keine Priorität hat. Keine Zeit gibt es nämlich nicht, wir haben alle 24 Stunden am Tag! Und selbst wenn Du viel arbeitest oder eine langen Fahrtweg zur Arbeit hast, hast auch Du irgendwann einmal Wochenende … oder Urlaub. Vermutlich verbringst Du Deine freie Zeit dann mit etwas anderem, siehst einfach nur fern, gehst zum Sport oder triffst Dich mit Freunden. Dann sind wir aber wieder bei den Prioritäten.

Vielleicht bist Du aber auch gerade damit beschäftigt, Dich um irgendwen in Deiner Familie zu kümmern, oder Du hast kleine Kinder, die Deine Zeit fordern.

Hier ein paar Beispiele für Dich:
Sets zum Stricken, Häkeln und Filzen
Acrylfarben & Stifte
Zeitschriften
Dias
Alte Elektrogeräte
Sicherungen für Röhrenradios
Eisenbahn und Zubehör

Meine 3 Kundengeschichten für Dich:

Ich hatte eine Kundin, die so gerne nähen wollte, aber ihre Nähmaschine hatte keinen Platz. DieStoffe und Schnittmuster waren irgendwo in einer ca. 4 qm Ecke in ihrem Schlafzimmer vergrben. Hmmm, wenn sie es wirklich gewollt hätte, wäre es möglich gewesen, den Küchentisch leer zu räumen. Aber getan hat sie es nicht. Hat es dann vielleicht keine Priorität?

Der zweite Kunde hat in den 80ern Altai Zeitschriften gesammelt, die er mal digitalisieren wollte. Hm, er hat sie die letzten 30 Jahre nicht digitalisiert, wird er es in der Zukunft machen? Offensichtlich sind andere Dinge wichtiger.

Und Kunde Nummer 3 sagte beim ersten Gespräch am Telefon zu mir, wenn er all sein über die Jahre gesammeltes Zeug irgendwann machen wolle, würde er 30 Jahre brauchen. Z. B. um die Oldtimer zu restaurieren, die in einer Scheune stehen …

Auch ich bin in die “mach-ich-später” Falle getappt

So! Und jetzt habe ich mich selbst erwischt! Ich habe vor … hmmm, ich glaube ungefähr 14 oder 15 Jahren mal mit Acrylmalerei angefangen. Ich habe mir Acrylfarben in vielen Farben gekauft und mir Leinwände in allen möglichen Größen angeschafft. Von meiner Schwester habe ich sogar eine Staffelei geschenkt bekommen. Und ich habe wirklich richtig viel Spaß daran gehabt und das ein oder andere Kunstwerk zustande gebracht.

Butter bei die Fische

Aber ganz ehrlich. Butter bei die Fische. Wenn ich so richtig, richtig in mich hineinhorche und ganz ehrlich zu mir bin: Ich habe keine Lust zum Malen. Ich sag‘s Dir ganz ehrlich, ich habe immer mal wieder gedacht, dass ich das nochmal mache.

Und jetzt bist Du dran!

  1. Bei welchen Dingen denkst Du “das mach ich später” im Sinne von Dinge sammeln, aufbewahren um sie irgendwann später zu tun?
  2. Wann wirst Du Dich damit beschäftigen?
  3. Wann wirst Du die Dinge tun? Mach mit Dir selbst einen Termin aus!
  4. Wann wirst Du Deine Sammlung entsorgen?

Ich bin total neugierig. Wie ist das bei Dir? Ist das Dein Thema? Erzähl mir davon, was Du seit Jahren sammelst, weil Du später mal etwas damit anfangen willst!

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