Heute habe ich eine Ordnungskollegin zu Gast. Denn ich selbst mache zwar auch Ordnung mit Kindern, doch ich habe ja keine eigenen. Anne erzählt heute von ihrem Alltag, wie es schafft, diesen in der momentanen Situation zu meistern und vor allem, von ihrer ganz eigenen Geschichte, denn ordentlich geboren, wurde sie nicht.

Als Anne mit Ende 20 mit ihrem Mann zusammen zog, war ihr Keller bereits voll, denn auch ihr Mann hatte viel Zeug. Angefangen hat ihr Weg dann mit “Simplify your life“, denn nachdem sie das Buch gelesen hatte, war ihr klar, viele Dinge hat sie immer schon genau so gemacht, doch es war ein stetiges Auf und Ab, ihr Weg verlief in Wellenbewegungen. Eigentlich hatte sie alles gut im Griff, doch in stressigen Lebensphasen, zu Studienzeiten und als die Kinder da waren, brach wieder das große Chaos aus. Das kostete auf die Dauer richtig biel Energie.

Bei jedem ihrer beiden Kinder wurde nach den Schwangerschaften es eine Größe mehr, bei Kleidung und auch bei Schuhen. Dann hörte sie von der 80/20 Regel: von allen Dingen, die wir haben, benutzen wir 20 Prozent und 80 % liegen und hängen ungenutzt herum. Auch sie stand vor einem übervollen Kleiderschrank und hatte trotzdem nichts anzuziehen.

Das war für Anne wie ein Schockmoment, als sie ein Video darüber sah und Anlass genug, rigoros auszumisten: Das Ergebnis war, dass ihr Kleiderschrank aussah, wie ein gerupftes Huhn. Nach einer Klamottentauschparty bei einer Freundin begann sie, sich mit Themen wie 333, Capsule Wardrobe und Minimalismus zu beschäftigen. Ihr Mann hat es aus der Ferne beobachten und nur gedacht: “Jetzt dreht sie durch”. Danach hat sie rigoros weiter ausgemistet. Und wurde zufriedener.

Als sie vor 3 Jahren nochmal umgezogen ist, wurde ihr klar, wie viel sie als Familie besitzen und danach ist es nochmal deutlich weniger geworden. Denn sie wollte den Ballast nicht mehr und soviel Zeug mit sich herumzutragen.

Anne und ihre Routinen

Als ihr das Buch “Die magische Küchenspüle” in die Hände fiel, entwickelte sie ihre Morgenroutine, Abendroutine und begann mit Weekly Home Blessing. Diese Routinen mit jeweils 6 Schritten haben ihr Leben absolut verändert. Sie macht das jetzt schon so lange, weil sie weiß, dass es ihr besser geht, wenn sie diese Dinge erledigt hat.

Anne und Geschenke

Anne ist total begeistert von Geschenkgutscheinen – oder gar keinen Geschenken. Es hat einige Zeit gedauert, bis das in ihrem Umfeld angekommen ist. Selbst bei Kindergeburtstagen hat es sich inzwischen etabliert, auch dort wird gesammelt, so dass es ein großes Geschenk gibt, damit es nicht 17.000 Kleinigkeiten in Ü-Ei-Qualität ins Haus kommen. Bei ihren Kindern zeigt das nachhaltige Wirkung, denn wenn sie woanders zum Spielen sind, gibt es auch mal diese Reaktion: “Wir konnten gar nicht spielen, der ganze Fußboden war voll mit Zeug”.

Das rollierende System bei ihren Kindern

Ds Spielzeug in den Kinderzimmern wird immer mal wieder ausgetauscht, so dass gar keine Gefahr besteht, dass die Kinderzimmer aus allen Nähten platzen. Die Dinge, mit denen aktuell gespielt, sind im Kinderzimmer, andere Dinge werden so lange im Keller aufbewahrt. Die Menge bleibt dabei immer gleich.

Wenn die Kinder sich etwas anderes wünschen, geht dafür etwas anders in den Keller und wird ausgetauscht. Und ihren Kindern hat das System bisher nicht geschadet. Ja, sie hätten schon gerne  mehr in ihrem Zimmer, aber aufräumen wollen sie dann nicht mehr, das macht einfach keinen Spaß. Denn in den Abendroutinen der Kinder, steht 2 Minuten aufräumen auf dem Plan.

Unser Kopf ist total gut darin, sich perfekte Ausreden zu überlegen, Dinge aufzuschieben, doch wir tun uns damit keinen Gefallen. Denn machen müssen wir die Dinge sowieso, die Heinzelmännchen kommen einfach nicht und erledigen das für uns. Anne hat dafür ziemlich lange gebraucht, das wieder zurück zu trainieren.

Um die momentane Situation mit geschlossenen Schulen alltagstauglich zu halten, hat sie gemeinsam mit der Familie einen Tagesplan erstellt. Um sieben Uhr geht der Wecker, um acht Uhr gibt es Frühstück und von neun bis zehn Uhr machen die Kinder eine Stunde Schule. Anne hat ein Auge darauf, danach gibt es eine Stunde Freizeit, ab elf wieder eine Stunde Schule, danach Mittagessen.

Dann gibt es eine Stunde Medienzeit und danach gehts für 2 Stunden in den Wald. Das klappt recht gut, denn es gibt dem Tg eine Struktur. Ihre Kinder können sich auch gut selbst beschäftigen, mit Malen, Rollenspielen und sie spielen auch viel zusamen.

Annes erprobtes Wäschesystem

Wäsche ist auch so ein Thema, früher hat Anne das einmal in der Woche gemacht, aber seitdem sie Kinder hat, die beide sehr sportlich sind, würden die wöchentlichen Wäscheberge für zuviel Chaos sorgen. Im Badezimmer hat sie 6 beschriftete Wäscheboxen (Kochwäsche, bunt, schwarz, Handwäsche, Jeans und Putzlappen/Sport/Mikrofaserzeug), in die die Familie die entsprechende Wäsche sortiert.

Annes 3 Tipps für Dich
  1. Mach kleine Schritte und stell Dir dafür Deinen Timer. Nimm Dir eine bestimmte Zeit vor und schau, wieviel Du in dieser Zeit schaffst. Steck Dir kleinere Ziele, arbeite konzentriert und lass Dich nicht ablenken.
  2. Suche Dir einen Accountability-Partner und erzähle diesem, was Du Dir vorgenommen hast. Du kannst es auch aufschreiben, denn dann wird Dein Plan verbindlicher.
  3. Die 5 Sekunden-Regel. Sobald Dir etwas einfällt, tu es sofort, weil die ersten 5 Sekunden sind entscheidend dafür, ob Du es machst oder nicht, denn nach 5 Sekunden fällt Deinem Kopf eine Ausrede ein, warum Du es nicht tun sollst.

Hier kannst Du Dir das von Anne empfohlene Buch von Mel Robbins “Die 5 Sekunden Regel” ansehen.

Wie schön, das Du heute wieder dabei warst.

Mein Podcast in der BarbaRadio App

Meinen Podcast kannst Du jetzt über die BarbaRadio App hören, dass ist der Radiosender von Barbara Schöneberger. Barbara hat ja selbst einen Podcast “Mit den Waffeln einer Frau”. Sie interviewt Menschen des öffentlichen Lebens und hat immer tolle Gesprächspartner – während sie gemeinsam Waffeln essen, entsteht ein Podcast. Hier kommst Du zu meinem Podcast auf der BarbaRadio Webseite.

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